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Der Terminplan von Natalia Ushakova ist voll. Vier Wochen Griechenland, dann die Vereinigten Staaten, eventuell Japan und zwischendurch ein Kurzaufenthalt in Österreich. Für ein Konzert im Schloss Hof. Viel Zeit für Privates bleibt der gefeierten Opernsängerin derzeit nicht. Zu stören scheint sie das allerdings keineswegs.
„Die Musik ist mein Leben, meine Leidenschaft. Sie ist für mich wie Drogen für einen Süchtigen“ und das Funkeln in ihren Augen bestätigt das. Ebenso wie ein Blick in den Lebenslauf. Eigentlich ist die gebürtige Usbekin studierte Radiotechnikerin. „Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und meine Oma hat gesagt: Nicht Sängerin! Lern ´was gscheides. Sängerin ist kein ordentlicher Beruf!“ Ihr Technik-Studium in Tashkent hat sie daraufhin mit Auszeichnungen abgeschlossen. Danach ging sie nach St. Petersburg, um im berühmten Mariinsky-Theater zu putzen. Gemeinsam mit Anna Netrebko, mit der sie sich ein Zimmer teilte. In St. Petersburg wurde die 21-Jährige entdeckt, der Putzjob war der Grundstein für eine imposante Karriere, die sie mittlerweile in der ganzen Welt herumreisen lässt und die sie auch privat ihr Glück finden ließ. Ihren Mann Reiner hat sie in Graz bei Proben zu „Krönung der Poppea“ kennen gelernt. Da war der Grundstein schon gelegt und die härtesten Starschwierigkeiten überwunden: „Die erste Zeit in Österreich war sehr hart für mich. Ich konnte kein Wort deutsch und habe in einem Loch ohne Warmwasser gewohnt. Ich bin jeden Tag um fünf aufgestanden, um mit Putzen ein bisschen Geld zu verdienen, zu Mittag bin ich dann ins Grazer Opernstudio zu den Proben gefahren, wo ich wie ein Affe die Texte immer wieder wiederholt habe, ohne etwas zu verstehen.“ Mittlerweile spricht Ushakova fließend deutsch, seit 2001 ist sie österreichische Staatsbürgerin. Mit charmantem russischen Akzent erzählt sie ganz locker und ungezwungen und sehr charmant von ihren zukünftigen Engagements, auch von ihrem Auftritt im Schloss Hof, wo sie am 28. Juli im Rahmen der Open-Air Gala „Klänge der Heimat“ zu sehen sein wird. „Schloss Hof ist ein ganz besonderer Ort für mich, ein österreichisches Kleinod. Das Konzertprogramm ist ein dazu passendes Juwel aus Musikstücken. Wir haben versucht Melodien, die jeder kennt, in einem Konzert zusammenzufassen.“ Mit den Klängen von Donauwalzer, Tik Tak Polka und dem Schwanensee Walzer vor der bezaubernden Kulisse des Schloss Hof steht den Besuchern wohl ein Klassik-Abend der besonderen Art bevor. Der Titel „Klänge der Heimat“ lässt das vielfältige Repertoire, das zu Besten gegeben wird, erahnen und bezieht sich auf die Heimat Ushakovas: Russland, die Heimat der Dirigentin Bettina Schmitt: Italien sowie deren beider Wahlheimat Österreich. Anreisen können Besucher u.a. per Schiff mit dem Twin City Liner und als besonderen Abschluss des Abends erwartet die Gäste eine kleine Überraschung, wie Ushakova augenzwinkernd verrät. Man darf gespannt sein!
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